Liliencup 2026 / Fotostrecke

Mainz 05 und Rapid Wien glänzen – Wehen Wiesbaden emotional

Packende Duelle und starke Auftritte prägen den ersten Turniertag des Liliencups. Doch während auf dem Feld um jeden Ball gekämpft wird, sorgt im Hintergrund ein eingespieltes Team dafür, dass das Turnier seinen Rhythmus behält. Welche Geschichten dieser Auftakt geschrieben hat und was hinter den Kulissen alles zusammenlaufen muss zeigt ein Blick auf die Höhepunkte des Tages.

Von: |Erschienen am: 17. Januar 2026 19:38|

Fotos: Detlef Gottwald

Hinter dem sportlichen Glanz des diesjährigen 31. Liliencups in Wiesbaden steht eine organisatorische Mammutaufgabe der Spvgg. Sonnenberg. Schon lange bevor die ersten U17-Talente das Spielfeld betreten, sorgt der gastgebende Verein mit einer präzisen Ganzjahresplanung dafür, dass dieses internationale Turnier reibungslos über die Bühne gehen kann.

Ein Jahr Vorbereitung für das perfekte Wochenende

Allen voran halten Jörg Wintermeyer und Norbert Roth das gesamte Jahr über die Fäden in der Hand. Ihre Mission: Die Finanzierung sichern, Top-Teams verpflichten und gemeinsam mit Sponsoren Reisekostenzuschüsse sowie Hotelunterkünfte für die auswärtigen Teams stemmen.

Während der Turniertage wird Verantwortung auf viele weitere Schultern verteilt. Ein Orga-Team kümmert sich um eine Vielzahl von Aufgaben, unter anderem die Koordination der Gaststättenplanung für die Mannschaften und die Zuteilung und von Betreuern für jedem teilnehmenden Verein, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.

160 Helfer für ein Ziel

Getragen wird das Turnier von einer beeindruckenden Gemeinschaft: Insgesamt 160 Ehrenamtliche der Spvgg. Sonnenberg und befreundeter Vereine sind im Einsatz. Die Spanne reicht vom Ganzjahres-Organisator bis zur Hilfe an der Kuchentheke.

Ob Aufbau, Reinigung, Ausschank oder die Verpflegung der vielen Spieler und Betreuer, dieser enorme Einsatz macht den Liliencup erst zu dem, was er ist: Ein Profi-Turnier mit familiärer Seele.

Sonnenberg fehlen 20  Sekunden

Im Eröffnungsspiel der Gruppe A unterlag die Spvgg Sonneberg dem körperlich robusten SV Werder Bremen zwar deutlich mit 0:5, ließ mit mehreren guten Chancen jedoch erkennen, dass ein eigener Treffer durchaus möglich gewesen wäre. Gegen Heidenheim schnupperte der Underdog sogar an der Überraschung, musste sich nach großem Kampf jedoch 20 Sekunden vor Schluss unglücklich mit 2:3 geschlagen geben.

Die Sonneberger hatten ihr zentrales Ziel längst erfüllt: jedem Spieler diese besondere Erfahrung zu ermöglichen. Und weil Jugendkoordinator René Keutmann vor dem Turnier lachend mit einem Augenzwinkern verkündet hatte, „mindestens ein Tor müsse her, sonst könnte der Trainerstuhl wackeln“, blieb die Stimmung trotz der Niederlagen angenehm gelöst.

Mainz 05 dominiert Gruppe A

Der erste Spieltag der Gruppe A bot eine klare sportliche Hierarchie: Mainz und Heidenheim marschierten mit jeweils drei Siegen vorneweg und setzten mit deutlichen Ergebnissen die Maßstäbe. Mainz überzeugte als Titelverteidiger mit spielerischer Leichtigkeit und hoher Torgefahr.

Dahinter zeigte Feyenoord Rotterdam bei seiner Turnier-Premiere zwei starke Auftritte, siegte gegen Schalke 04 klar und holte in der härtesten Auseinandersetzung  der Vorrunde ein Unentschieden gegen Bremen. Werder selbst erlebte einen wechselhaften Tag zwischen Kantersieg und deutlicher Niederlage. Schalke blieb trotz engagierter Ansätze punktlos, ebenso wie Gastgeber Sonnenberg, das sich kämpferisch präsentierte.

Wiesbadenaktuell-Fotostrecke mit 159 actionreichenBildern vom Liliencup 

Wien mit Esprit, Wehen Wiesbaden emotional

In Gruppe B des Liliencups entwickelte sich ein Turnierverlauf voller Offensivkraft, klarer Tendenzen und einzelner Überraschungen. Rapid Wien bestimmte mit drei Siegen und insgesamt 13 Toren das Tempo und überzeugte mit Spielwitz. Der 1. FC Kaiserslautern trat mit zwei deutlichen Erfolgen als stärkster Verfolger auf. Besonders der SV Wehen Wiesbaden sorgte für ein emotionales Ausrufezeichen: Der 5:1‑Derbysieg gegen Eintracht Frankfurt im letzten Spiel des Tages war nicht nur der höchste Erfolg des SVWW in dieser Gruppe, sondern auch einer der markantesten Momente des gesamten Vorrundentages.

Frankfurt und St. Pauli fanden trotz engagierter Phasen kaum Stabilität, während Augsburg nur im letzten Gruppenspiel zu seiner Form fand. So bot Gruppe B eine Mischung aus Favoritendominanz, torreichen Schlagabtauschen und einem Derby, das die Halle spürbar elektrisierte.

Ergebnisse im Überblick

Gruppe A – Ergebnisse

Spvgg Sonnenberg – SV Werder Bremen 0:5
Feyenoord Rotterdam – FSV Mainz 05 2:3
FC Schalke 04 – 1. FC Heidenheim 1:3
SV Werder Bremen – Feyenoord Rotterdam 2:2
1. FC Heidenheim – Spvgg Sonnenberg 3:2
FSV Mainz 05 – FC Schalke 04 6:2
SV Werder Bremen – 1. FC Heidenheim 1:5
FC Schalke 04 – Feyenoord Rotterdam 0:3
Spvgg Sonnenberg – FSV Mainz 05 0:7

Gruppe B – Ergebnisse

Eintracht Frankfurt – SK Rapid Wien 2:3
FC St. Pauli – SV Wehen Wiesbaden 1:3
FC Augsburg – 1. FC Kaiserslautern 1:4
SK Rapid Wien – FC St. Pauli 6:0
1. FC Kaiserslautern – Eintracht Frankfurt 6:2
SV Wehen Wiesbaden – FC Augsburg 0:6
SK Rapid Wien – 1. FC Kaiserslautern 4:3
Eintracht Frankfurt – SV Wehen Wiesbaden 1:5

Tabellen im Überblick

Gruppe A – Tabelle

 Platz Team  Spiele Tore  Diff  Punkte
1 FSV Mainz 05 3 16:4 +12 9
2 1. FC Heidenheim 3 11:5 +6 9
3 Feyenoord Rotterdam 3 7:7 0 4
4 SV Werder Bremen 3 8:12 –4 4
5 FC Schalke 04 3 3:12  –9 0
6    Spvgg Sonnenberg 3  2:15 –13 0

 

Gruppe B – Tabelle

 Platz Team  Spiele  Tore  Diff  Punkte
1 SK Rapid Wien 3  13:5 +8 9
2 1. FC Kaiserslautern 3 13:8 +5 6
3   SV Wehen Wiesbaden 3 8:8 0 6
4 FC Augsburg 3 7:9 –2 3
5 Eintracht Frankfurt 3 5:14 –9 0
6 FC St. Pauli 3 1:12 –11 0

Spannung vor dem zweiten Turniertag

Der erste Turniertag hat einige klare Kräfteverhältnisse angedeutet, doch viele Entscheidungen stehen noch aus. Am Sonntag geht es um die Halbfinaltickets, um Überraschungen und um die Frage, welche Teams sich steigern können.

Mit den starken Auftritten von Mainz, Rapid Wien und Wehen Wiesbaden im Rücken verspricht der zweite Spieltag ein hochklassiges und intensives Finale der Vorrunde und eine attraktive Finalspiele.

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