Verkehrsunfall
Strohballen quer auf der A3 bei Breckenheim – Vollsperrung nach missglücktem Ausweichmanöver
Ein gut gemeintes, aber folgenschweres Ausweichmanöver sorgte am Dienstagabend für eine Vollsperrung auf der Autobahn 3 bei Wiesbaden-Breckenheim. Ein Kleintransporter mit Anhänger geriet ins Schlingern, als er einem Einsatzfahrzeug Platz machen wollte. Die Ladung – dutzende Strohballen – verteilte sich über alle Fahrstreifen und legte den Verkehr lahm.
Fotos: Daniel Becker
Es war gegen 20:55 Uhr am Dienstagabend, 6. Januar, als ein 41-jähriger Autofahrer auf der Autobahn 3 von Niedernhausend kommenden in Fahrtrichtung Wiesbadener Kreuz unterwegs war. In Höhe von Breckenheim bemerkte der Fahrer im Rückspiegel ein Fahrzeug des Zolls, das mit Blaulicht im Einsatz war. In der Absicht, den Weg so schnell wie möglich freizumachen, lenkte er sein Gespann auf den Standstreifen – mit fatalen Folgen.
Anhänger schaukelt sich auf – Ladung verteilt sich auf der Autobahn
Nach Angaben der Polizei lenkte der 41-Jährige beim Ausweichen zu stark ein. Sein mit Strohballen beladener Anhänger begann gefährlich zu schwanken und kippte schließlich zur Seite. Die Ladung hielt den Kräften nicht stand, flog vom Anhänger und verteilte sich über die gesamte Breite der Fahrbahn.
Die herbeigeeilte Autobahnpolizei Wiesbaden musste die Richtungsfahrbahn sofort voll sperren.
Ersthelfer und Polizei packen an
Die Polizisten, der Transporter-Fahrer und weitere räumten gemeinsam sie die schweren Strohballen händisch vom linken Fahrstreifen. So konnte die Vollsperrung bereits nach rund 15 Minuten wieder aufgehoben und der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden.
Dennoch bildete sich in der Spitze ein Rückstau von etwa zwei Kilometern Länge.
Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz
Die Feuerwehr Wiesbaden sicherte die Unfallstelle ab und leuchtete den Bereich für die Bergungsarbeiten großflächig aus. Zudem prüften die Einsatzkräfte, ob Betriebsstoffe aus dem Zugfahrzeug ausgelaufen waren.
Der 41-jährige Fahrer des VW-Transporters wurde von einem Notarzt und einer Rettungswagenbesatzung medizinisch durchgecheckt. Glücklicherweise kam er mit dem Schrecken davon und konnte nach der Untersuchung vor Ort entlassen werden. Der Sachschaden wird von der Polizei auf rund 10.000 Euro geschätzt.
Bergungsarbeiten bis Mitternacht
Ein Polizeisprecher erklärte, dass das Ausweichmanöver eigentlich unnötig war. Da der mittlere Fahrstreifen frei war, hätte das Zollfahrzeug problemlos passieren können, ohne dass der Transporter auf den Standstreifen hätte ausweichen müssen.
Ein Abschleppunternehmen wurde mit der Bergung des umgekippten Anhängers und der restlichen Ladung beauftragt. Die Arbeiten dauern bis etwa Mitternacht an. Der Verkehr staute sich weiterhin, aber nur leicht.
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