Kriminalität

Pfefferspray-Attacke in Wiesbaden führt zu massivem Drogenfund

Ein vermeintlicher Routineeinsatz wegen Körperverletzung entwickelte sich am Samstagabend zu einem Ermittlungserfolg für die Wiesbadener Polizei. Nach einer Attacke mit Reizgas an einer Bushaltestelle klickten nicht nur wegen der Schlägerei die Handschellen. Bei einem Verdächtigen entdeckten die Beamten eine beachtliche Menge Kokain.

Von: |Erschienen am: 4. Januar 2026 12:49|

Symbolfoto

Passanten meldeten sich gegen 21:20 Uhr am Samstag, 3. Januar, bei der Polizei Wiesbaden, da sich an einer Bushaltestelle in der Schwalbacher Straße eine verletzte Person befindet, die kurz zuvor Opfer einer Pfefferspray-Attacke geworden war. Doch was die Beamten vor Ort vorfanden, war weit komplexer als eine einfache Auseinandersetzung.

Unkooperatives Opfer und Fluchtversuch der Täter

Beim Eintreffen der Streifen stießen die Polizisten auf den Geschädigten, der sichtlich unter der Einwirkung des Reizgases litt. Überraschenderweise zeigte sich der Mann gegenüber den Rettern und Beamten jedoch äußerst unkooperativ und weigerte sich, jegliche Angaben zum Tathergang oder zu den Hintergründen des Streits zu machen.

Gleichzeitig versuchten zwei Verdächtige, die sich noch in unmittelbarer Nähe aufhielten, die Gunst der Stunde zu nutzen. Als sie die Streifenwagen erblickten, ergriffen sie sofort die Flucht. Das kam den Ordnungshütern verdächtig vor. Die Beamten reagierten jedoch schnell und konnten beiden Männer nach einer kurzen Verfolgung stellen.

Über 200 Gramm Kokain sichergestellt

Bei der anschließenden Durchsuchung der Personen machten die Polizisten eine brisante Entdeckung. Einer der Beschuldigten führte rund 200 Gramm Kokain mit sich. Angesichts der Menge handelt es sich hierbei nicht mehr um Eigenbedarf, sondern um eine beträchtliche Menge für den illegalen Handel.

Die Kriminalpolizei prüft nun unter Hochdruck, ob die Pfefferspray-Attacke in direktem Zusammenhang mit einem Drogengeschäft stand oder ob es sich um einen Zufallsfund im Rahmen der Körperverletzung handelt.

Mutmaßlicher Dealer vor dem Haftrichter

Da einer der Beschuldigten über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfügt und der Verdacht des Handels mit nicht geringen Mengen an Betäubungsmitteln im Raum steht, wurde er vorläufig festgenommen. Er wird noch am Wochenende dem Haftrichter vorgeführt, der über den Verbleib in Untersuchungshaft entscheiden wird.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.

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