Kriminalität

Reumütiger Erpresser stellt sich nach zwei gescheiterten Taten in Wiesbaden

Kurioses Ende einer kriminellen Tour durch Wiesbaden. Ein Mann versuchte am Dienstagnachmittag gleich zweimal, Geld in lokalen Geschäften zu erpressen – erst in einem Kosmetikstudio, dann in einer Metzgerei. Nachdem er überall abgewiesen wurde, plagte ihn offenbar das schlechte Gewissen. Er suchte die Bundespolizei am Hauptbahnhof auf.

Von: |Erschienen am: 31. Dezember 2025 13:38|

Symbolfoto

Manche kriminellen Karrieren enden, bevor sie richtig begonnen haben. Ein bisher unbekannter Mann sorgte am Dienstagabend, 30. Dezember, im Wiesbaden-Südost für Aufsehen, als er sich nach zwei gescheiterten Straftaten freiwillig der Justiz stellte. Der Grund, er war bei seinen Erpressungsversuchen kläglich gescheitert.

Erste Station – Kosmetikstudio am Kaiser-Friedrich-Ring

Die Serie begann gegen 16:55 Uhr. Der Mann betrat ein Kosmetikstudio am Kaiser-Friedrich-Ring und forderte unter Androhung von Konsequenzen die Herausgabe von Bargeld. Doch die Angestellten ließen sich nicht einschüchtern. Ohne Beute und mit leeren Händen musste der Möchtegern-Erpresser das Studio verlassen.

Zweiter Versuch in der Wielandstraße scheitert ebenfalls

Offenbar wenig belehrt durch den ersten Misserfolg, suchte sich der Mann nur kurze Zeit später ein neues Ziel. In der nahegelegenen Wielandstraße – Dichterviertel –  betrat er eine Metzgerei. Auch hier versuchte er, mit einer Erpressung an Geld zu gelangen. Doch auch das Personal der Metzgerei blieb standhaft und wies den Forderungen des Mannes eine Absage.

Geständnis am Hauptbahnhof: Reue statt Beute

Nach zwei Pleiten innerhalb weniger Stunden hielten die Nerven des Täters offenbar nicht mehr stand. Statt unterzutauchen, wählte er den Weg der Reue. Er begab sich zum Wiesbadener Hauptbahnhof und suchte die Wache der Bundespolizei auf.

Mit den entwaffnend ehrlichen Worten „Ich habe Scheiße gebaut“ offenbarte er sich den Beamten und berichtete von seinen vorangegangenen Taten. Er wollte sein Gewissen erleichtern und die Verantwortung für sein Handeln übernehmen.

Strafverfahren eingeleitet

Die Bundespolizei nahm den Mann vorläufig fest und leitete die entsprechenden Informationen an das Polizeipräsidium Westhessen weiter. Trotz seiner Reue und der Tatsache, dass er kein Geld erbeuten konnte, bleibt die Tat ein Verbrechen. Gegen den reumütigen Täter wurde ein Strafverfahren wegen versuchter Erpressung eingeleitet. Er wird sich nun vor Gericht für seine Tour durch die Wiesbadener Innenstadt verantworten müssen.

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