Projekt

Neuer Mega-Polizeistandort in Kastel: Stadt und Land geben Startschuss für zukunftsfähige Sicherheitszentrale in Wiesbaden

Ein neuer zentraler Polizeistandort für Wiesbaden nimmt konkrete Formen an: Stadt und Land haben den Kaufvertrag für eine rund 24,5 Hektar große Fläche im Gewerbegebiet Petersweg-Ost notariell beurkundet. Dort sollen künftig drei große Polizeieinrichtungen gebündelt und moderne Sicherheitsstrukturen geschaffen werden.

Von: |Erschienen am: 18. Dezember 2025 14:15|

Foto: Stadt Wiesbaden

Es ist eine Entscheidung mit Tragweite für das gesamte Stadtgebiet und die Sicherheit in Hessen. Was Ende 2022 mit einer Absichtserklärung begann, ist nun offiziell besiegelt. In dieser Woche wurde der Kaufvertrag für ein rund 24,5 Hektar großes Areal im Gewerbegebiet Petersweg-Ost im Wiesbadener Stadtteil Kastel notariell beurkundet. Damit ist der Weg frei für eines der größten Bauprojekte der hessischen Landespolizei in der Landeshauptstadt.

Drei Standorte unter einem Dach: Synergien für die Polizei

Bisher sind die Einheiten der hessischen Polizei über das gesamte Wiesbadener Stadtgebiet verteilt. Das soll sich am Petersweg grundlegend ändern. Ziel ist es, das Hessische Polizeipräsidium für Technik, das Hessische Polizeipräsidium Einsatz sowie die Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit an einem zentralen Ort zu konzentrieren.

Hessens Finanzminister Professor Dr. R. Alexander Lorz (CDU) betont die Wirtschaftlichkeit dieses Vorhabens: „Perspektivisch haben Polizeibeamtinnen und -beamte am neuen Standort kurze Wege und können sich schnell austauschen. Das erleichtert die Arbeit und trägt zu noch mehr Sicherheit in Wiesbaden bei.“ Auch Hessens Innenminister Professor Dr. Roman Poseck (CDU) sieht in der Bündelung ein „klares Bekenntnis zu einer starken und modernen Polizei“.

Strategischer Mehrwert für die Landeshauptstadt

Für Wiesbaden bedeutet der Deal nicht nur eine Standortgarantie für Landesbehörden, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten in der Innenstadt. Wenn die alten Liegenschaften im Stadtgebiet aufgegeben werden, entstehen dort wertvolle Flächen für die Stadtentwicklung.

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) unterstreicht den Anspruch Wiesbadens: „Unser Ziel ist es, die besten Rahmenbedingungen für Landes- und Bundesbehörden zu bieten – das gilt für die Polizei ebenso wie für das Bundeskriminalamt (BKA).“ Gleichzeitig mahnte er an, dass durch den Verkauf wertvolle Gewerbeflächen am Petersweg verloren gehen. Hier setze man auf die Unterstützung des Landes bei der Ausweisung neuer Gewerbegebiete in der Zukunft.

Realisierung bis in die 2030er Jahre

Das Land Hessen lässt sich den Erwerb der bisher unbebauten Flächen 52 Millionen Euro kosten. Da das Projekt einen enormen Umfang hat, wird die Umsetzung in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Die Planungsphase startet unmittelbar, die vollständige Fertigstellung wird sich jedoch bis weit in die 2030er Jahre erstrecken.

Die Vorteile des neuen Polizeistandorts am Petersweg auf einen Blick:

  • Zentralisierung: Bündelung von Technik, Einsatzkräften und Lehre (Hochschule).
  • Effizienz: Kürzere Kommunikationswege und bessere Zusammenarbeit der Behörden.
  • Modernisierung: Schaffung attraktiver Arbeitswelten nach neuesten baulichen Standards.
  • Stadtentwicklung: Freiwerdende Flächen in der Wiesbadener Innenstadt für neue Nutzungen.

Mit diesem Großprojekt festigt Wiesbaden seinen Ruf als „Sicherheitshauptstadt“ und schafft die Infrastruktur für eine bürgernahe und schlagkräftige Polizei der Zukunft.

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