Talentförderung

Naspa gründet Stiftung für Bildungsgerechtigkeit

Zum 185‑jährigen Jubiläum setzt die Nassauische Sparkasse ein deutliches Zeichen: Mit einer neuen Stiftung will sie jungen Menschen bessere Bildungswege eröffnen, unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten. Welche Ziele die Stiftung verfolgt, wie sie wirken soll und warum die Region davon profitieren könnte, macht die Entstehungsgeschichte sichtbar.

Von: |Erschienen am: 12. Dezember 2025 14:13|

Foto: NASPA

Zum 185-jährigen Jubiläum setzt die Nassauische Sparkasse ein starkes Signal für die Region.

Mit der Gründung der Stiftung „Bildung und Chancengerechtigkeit“ verfolgt die Naspa das Ziel, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im gesamten Geschäftsgebiet verbesserte Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen, unabhängig davon, aus welchem Umfeld sie kommen, welche finanziellen Voraussetzungen sie mitbringen oder welche Ausgangslage ihr Leben prägt.

Anerkennung durch das Regierungspräsidium

Bei der Übergabe der Anerkennungsurkunde betonte Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt die Bedeutung des Vorhabens:

„Unsere Stiftungsaufsicht beim Regierungspräsidium Darmstadt hat den Gründungsprozess intensiv begleitet. Es freut mich sehr, dass in unserer Region eine weitere sozial orientierte Stiftung ihre Arbeit aufnehmen wird. Sie leistet einen wichtigen Beitrag dazu, jungen Menschen unabhängig von Herkunft und sozialen Voraussetzungen faire Chancen zu eröffnen.“

Bildung als Schlüssel für Teilhabe

Naspa‑Vorstandsvorsitzender Marcus Nähser unterstreicht die Verantwortung des Instituts: „Wir als Sparkasse spielen eine große Rolle dabei, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Das wollen wir mit unserer neuen Stiftung unterstreichen. Wir wollen einen wahrnehmbaren Beitrag leisten, Bildungsrahmenbedingungen zu verbessern, Bildungsangebote zu erweitern und die Chancengerechtigkeit zu fördern.“

Bildung sei, so Nähser weiter, die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben: „Sie sichert soziale und wirtschaftliche Teilhabe und ist die Grundlage für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft.“

Kooperationen für mehr Wirkung

Die Stiftung versteht sich als Ergänzung zu bestehenden öffentlichen und privaten Angeboten. Sie sucht aktiv die Zusammenarbeit mit Schulen, gemeinnützigen Organisationen, Bildungsinitiativen sowie engagierte Bürgern. Im Fokus stehen nachhaltige Effekte und messbare Verbesserungen.

„Bildung entscheidet über Lebenschancen und damit über die Zukunft unserer gesamten Gesellschaft“, betont Nähser. „Wir sehen es als unsere Aufgabe, in diese Zukunft zu investieren.“ Bildung dürfe kein Privileg sein: „Wir wollen Impulse setzen, die wirken – im Klassenzimmer, im Verein, in der Ausbildung. Und wir wollen Projekte stärken, die aus der Region kommen und für die Region arbeiten.“

Stiftungskapital als finanzielle Basis

Zum Start wird die Stiftung mit einem Kapital von 5 Millionen Euro ausgestattet. Sie ist offen für Zustiftungen und Treuhandstiftungen von Privatpersonen, die sich ebenfalls engagieren möchten.

Ein fünfköpfiger Fachbeirat begleitet künftig die Auswahl der Preis- und Zukunftsträgerprojekte. Darüber hinaus plant die Stiftung, Initiativen bei Themen wie Fundraising oder Professionalisierung des öffentlichen Auftritts zu unterstützen.

Förderung für eine starke Bildungsregion

Die Stiftung richtet ihren Blick auf Projekte, die die Bildungslandschaft in der Region nachhaltig stärken. Das Spektrum reicht von Grundbildung über Talentförderung bis hin zur Vermittlung von Zukunftskompetenzen wie digitaler oder finanzieller Bildung. Zu den möglichen Förderbereichen zählen unter anderem:

  • Lesepatenschaften und Hausaufgabenhilfen
  • Initiativen für gesunde Schulverpflegung
  • Projekte zu Demokratie, Toleranz und Nachhaltigkeit
  • Schulkooperationen und Stipendienprogramme

Besonderes Augenmerk gilt Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien sowie jungen Menschen mit Behinderungen oder sprachlichen Hürden.

Investition in kommende Generationen

Mit der neuen Stiftung unterstreicht die Naspa ihren Anspruch, mehr zu sein als ein Finanzdienstleister. Sie versteht sich als Partner der Menschen und als Impulsgeber für die regionale Entwicklung.

„Wir feiern unser Jubiläum nicht nur mit einem Blick zurück, sondern vor allem mit einer Investition in die kommenden Generationen“, sagt Nähser. „Mit unserer neuen Stiftung wollen wir einen Beitrag leisten, damit Bildung nicht vom Geldbeutel oder der Herkunft abhängt, sondern allein vom Potenzial jedes Einzelnen.“

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