Verkehrsunfall / Fotostrecke
Schwere Massenkarambolage auf der A3 bei Wiesbaden-Medenbach – 13 Verletzte
Am Montagnachmittag ereignete sich auf der Autobahn 3 in Richtung Frankfurt in schwerer Verkehrsunfall mit einer Massenkarambolage. Insgesamt waren acht Fahrzeuge, darunter zwei Lkw und sechs Pkw, beteiligt. Bei dem Crash in Höhe von Wiesbaden-Medenbach wurden drei Personen schwer und zehn weitere leicht verletzt. Die Autobahn musste für die aufwendige Unfallaufnahme komplett gesperrt werden, was zu einem kilometerlangen Rückstau führte.
Fotos: 5vision.news
Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Montagnachmittag, 10. November, auf der Autobahn 3 in Fahrtrichtung Süden für ein Großaufgebot von Rettungskräften, eine stundenlange Vollsperrung und kilometerlange Staus gesorgt. Insgesamt acht Fahrzeuge, darunter zwei Lkw und sechs Pkw, waren an der Massenkarambolage beteiligt.
Schleudernder Pkw löst Kettenreaktion aus
Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei Wiesbaden kam gegen 16:34 Uhr ein 55-jähriger Autofahrer aus bislang ungeklärter Ursache auf dem linken Fahrstreifen ins Schleudern.
Sein Pkw geriet über mehrere Fahrbahnen hinweg auf den rechten Fahrstreifen und prallte dort vor einen fahrenden Sattelzug.
Der Lkw-Fahrer bremste zwar sofort stark ab, konnte aber einen Aufprall nicht mehr verhindern. Durch das abrupte Bremsmanöver kam es in der Folge zu einer Kettenreaktion: Sechs weitere Fahrzeuge – ein weiterer Lkw und fünf Pkw – fuhren in die Unfallstelle hinein.
Mehrere Schwerverletzte – Vollsperrung der A3
Beim Eintreffen der ersten Kräfte bot sich ein komplexes Schadensbild: In drei der sechs Pkw waren insgesamt vier Personen eingeschlossen beziehungsweise eingeklemmt. Zwei von ihnen erlitten schwere Verletzungen und mussten mit hydraulischem Rettungsgerät durch die Feuerwehr aus ihren Fahrzeugen befreit werden. Diese Personen, ein weiterer Schwerverletzter sowie drei leicht verletzte Fahrzeuginsassen wurden nach der medizinischen Erstversorgung in Krankenhäuser transportiert. Sieben betroffene Personen wurden vor Ort gesichtet, ein Transport ins Krankenhaus war nicht erforderlich.
Die beteiligten Fahrzeuge waren zum Teil schwer beschädigt und blockierten die gesamte Fahrbahn in Richtung Süden. Die A3 musste daraufhin voll gesperrt werden.
Einsatz von Gutachter – Ursache noch unklar
Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger der DEKRA hinzugezogen. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an, so ein Polizeisprecher. Neben einer möglichen überhöhten Geschwindigkeit prüfen die Ermittler auch technische Defekte oder Fahrfehler.
Der entstandene Sachschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen auf mehrere Hunderttausend Euro belaufen.
Großaufgebot an Einsatzkräften
Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort.
Zur Koordination der rettungsdienstlichen Maßnahmen und zur Priorisierung der medizinischen Versorgung aller Patienten kam die Einsatzleitung Rettungsdienst an die Einsatzstelle. Diese stimmte die medizinische Versorgung mit den Notärzten und Rettungsteams ab und koordinierte den Transport der Verletzten in umliegende Kliniken.
Im Einsatz befanden sich neben der Berufsfeuerwehr Wiesbaden auch die Freiwilligen Wehren aus Auringen, Naurod und Niedernhausen, zahlreiche Rettungswagen und Notärzte aus Wiesbaden, dem Rheingau-Taunus-Kreis und dem Main-Taunus-Kreis sowie die Einsatzleitung Rettungsdienst.
Zehn Kilometer Stau – Verkehrschaos im Feierabendverkehr
Die Vollsperrung sorgte im dichten Feierabendverkehr für ein massives Verkehrschaos. Es bildete sich ein Rückstau von über zehn Kilometern, der sich zeitweise bis über die Anschlussstellen Idstein und Niedernhausen hinaus erstreckte.
Auch die Umleitungsstrecken über die B455 und B417 waren stark überlastet.
Die Polizei bittet Zeugen des Unfalls, sich unter der Telefonnummer 0611 / 345-4140 oder per E-Mail an kvd.westhessen.dvs.ppwh@polizei.hessen.de.
Polizei lobt Einsatzkräfte – schwierige Bergungsarbeiten
Die Berufsfeuerwehr Wiesbaden und mehrere Freiwillige Feuerwehren aus dem Umland unterstützten bei den aufwendigen Bergungsarbeiten. Neben der Versorgung der Verletzten mussten auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen und mehrere Fahrzeuge abgeschleppt werden.
„Unsere Einsatzkräfte haben unter schwierigen Bedingungen hervorragend gearbeitet. Das war ein sehr komplexer Einsatz mit vielen beteiligten Personen und Fahrzeugen“, so ein Sprecher der Polizei.
Polizei bittet um Rücksicht
Die Autobahnpolizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, bei Staubildung frühzeitig eine Rettungsgasse zu bilden und auf unnötige Ablenkung durch Gaffen zu verzichten.
Immer wieder behinderten Schaulustige durch Handyaufnahmen die Rettungsarbeiten – ein Verhalten, das nicht nur unsolidarisch, sondern auch strafbar ist.
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